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Dahme Kurier 15.11.2005 |
KEGELN / MPSV 95 holte sechs Punkte
Olaf Stettnisch
Berlin
Sechs Punkte konnten die Bohlekegler des MPSV 95 Königs Wusterhausen von den beiden Auswärtsspielen bei KSG Berlin und Semper Berlin mit nach Hause bringen. Damit wurde der auf der Heimbahn eingebüßte Boden schlagartig wettgemacht. Mit dem fünften Platz zog wieder Zuversicht ins MPSV-Lager. "Jetzt noch die nächsten beiden Heimspiele gewinnen, dann können wir die erste Serienhälfte abhaken", freute sich Mannschaftskapitän Olaf Stettnisch, der nach verletzungsbedingter Pause in Berlin wieder einsatzbereit war.
Gegen KSG Berlin, eine Gemeinschaft von Rot-Weiß und Iduna/NSF Berlin, entwickelte sich von Anfang an ein Kopf-an-Kopf-Duell. Im Startblock gab es ein Unentschieden, bei dem René Hammermeister mit Bestwert von 947 Holz seinem Gegner Neumann sieben Holz abnahm. Diese sieben Holz büßte aber Volker Krüger (905) gegen Burmeister gleich wieder ein.
Im Mittelblock konnten die Gastgeber mit einem Holz eine hauchdünne Führung herausspielen. Steffen Kuttig zog gegen Cassube mit 906:913 Holz den Kürzeren, Marco Lerche blieb mit 921 Holz um sechs Holz vor Lazarus. Alles war noch drin, die KSG-Kegler hatte sich den Spielverlauf allerdings anders vorgestellt und wirkten nun etwas nervös.
Mathias Bohn und Olaf Stettnisch mussten die Berliner Schlussoffensive abwehren. Bohn klemmte sich an die Hacken von "Goofy" Krüger und ließ ihm bei 922:927 Holz nur fünf Holz Vorsprung. Diese Differenz hatte Stettnisch im direkten Duell der beiden Spielführer gegen Sturm zwischendurch schon aufgeholt, die Entscheidung fiel aber erst auf der letzten Bahn. Mit zehn Neuner-Würfen in Folge brach er den Widerstand der Gastgeber, wobei seine Teamkameraden völlig aus dem Häuschen waren. 937:921 für Stettnisch bedeuteten den Sieg für MPSV 95, der nicht nur das Spiel mit 5538:5528 gewann, sondern auch die Einzelwertung mit 4:2 für sich entschied und alle drei Punkte mitnahm.
Am Sonntag ging es gegen den SV Semper, der sich vom einstigen Partner TuS Neukölln getrennt hat, den Weggang von Topstar Frank Specht beklagt und innerhalb von vier Jahren den dritten Heimspielort verkraften muss. Das schienen ideale Voraussetzungen für eine entschlossene Gastmannschaft, die eine kleine taktische Änderung vornahm. Stettnisch stand neben Hammermeister im Startblock, während Schneider für Krüger ins Aufgebot rückte und mit Bohn im Schlussblock für einen erfolgreichen Abschluss sorgen sollte.
MPSV 95 setzte die Gastgeber sofort unter Druck. Stettnisch (873) nahm Born bei den ersten 15 Wurf gleich 16 Holz ab. Der Berliner kämpfte sich bis zum Schluss wieder auf zwei Holz heran. Hammermeister (877) lag sieben Holz vor seinem Kontrahenten. Da beide MPSV-Kegler besser als ihre Gegner waren, führten die Gäste in der Einzelwertung schon 2:0.
Wie am Vortag bildeten Lerche und Kuttig den Mittelblock. Kuttig legte einen Superstart hin, entnervte seinen Gegner und spielte mit 879 Holz den Tagesbestwert. Lerche tat sich etwas schwerer, kämpfte aber bis zum Schluss und erreichte 872 Holz. Damit lagen schon vier Gastkegler vor den ersten drei Gastgebern, der Zusatzpunkt für die Einzelwertung war also sicher.
Noch aber ging es um den Tagessieg. Würden 24 Holz Vorsprung ausreichen? Bohn und Schneider war die Belastung anzumerken. Doch nach nervösem Beginn kämpften sie sich an die Rivalen heran. Bohn schlug Herrmann mit 866:863. Auch Schneider kam auf 866 Holz, hatte aber gegen Hampe (878) das Nachsehen. Doch das war egal. MPSV 95 gewann die Einzelwertung 4:2 und holte mit 5233:5218 im Gesamtresultat den zweiten Dreier des Wochenendes.