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Dahme Kurier 18.11.2005 |
KEGELN / Katrin Matschke konnte kontern: MPSV 95 gewann auf Brieselanger Bahn
Olaf Stettnisch
Brieselang
Durch einen Auswärtssieg auf der Brieselanger Kegelbahn übernahmen die Bohlekeglerinnen des MPSV 95 Königs Wusterhausen in der Landesklassen-Staffel 2 die alleinige Tabellenführung.
Der Wettkampftag begann für die MPSV-Damen mit einer Überraschung. Vereinschef Olaf Stettnisch kletterte in den Bus, um den 3. Spieltag live mitzuerleben. Er sollte diesen Entschluss auch nicht bereuen und fühlte sich stark an die Emotionen in seiner Zweitbundesliga-Mannschaft erinnert.
Es begann mit einer zaghaften Eröffnungsrede, in der der Heimvorteil der Brieselanger Keglerinnen gleich in Frage gestellt wurde. Nicht gerade motivierend für die Gastgeberinnen, aber auch die Gäste begannen durchweg nervös. Am besten steckte Marina Egoricev die Aufregung weg und brachte das MPSV-Team mit 713 Holz in Führung. Mit vier Holz Rückstand blieb Lok Seddin auf Tuchfühlung, während Brieselanger SV mit 700 und BSC Süd Brandenburg mit 684 Holz schon zurück lagen.
Im zweiten Durchgang distanzierte Bianca Kühn mit hervorragenden 717 Holz alle Konkurrentinnen, die durchweg unter 700 Holz blieben. Das sah schon nach Vorentscheidung aus, der Vorsprung war auf 32 Holz angewachsen.
In der dritten Runde machte Lok Seddin 14 Holz gut. Den 693 Holz von Birgit Schubert wurden 707 entgegengesetzt. Und die Seddinerinnen wollten mehr, schickten mit Elke Enderling eine erfahrene Spielerin ins Rennen, die laut Papierform deutlich besser schien als Doreen Herrmann. Doch die MPSV-Keglerin spielte unbeeindruckt von den Ereignissen um sie herum ruhig und souverän ihr Pensum herunter und kam auf 717 Holz. Enderling dagegen hatte ihre Nerven nicht im Griff und kam auf zwei Holz weniger.
24 Holz Vorsprung und noch zwei Runden - für Juliane Kuschke und Katrin Matschke eigentlich eine lösbare Aufgabe. Aber Juliane Kuschke quälte sich, spielte lange unter Schnitt und erreichte erst mit den letzten Kugeln 703 Holz. Damit hatte sie 10 Holz auf die Seddinerinnen verloren.
Würde es zum Start-Ziel Sieg reichen, oder würde die Führung noch eingebüßt? Die Seddiner Ex-Bundesligistin Simone Unruh begann gegen Katrin Matschke sehr forsch. Es gelang ihr aber nicht, sich deutlich abzusetzen. Die Spielführerin des MPSV 95 hielt zunächst mit. Dann aber ließ die Konzentration nach, der Vorsprung schmolz.
Nachdem sich bei Katrin Matschke eine Vier eingeschummelt hatte, lag ihr Team ein Holz zurück. Sie konnte das Spiel jedoch noch herumreißen. Mit 719 Holz verteidigte sie den ersten Platz. Enttäuschung dagegen bei Simone Unruh, deren herausragende 732 Holz doch nur zum zweiten Platz reichten.