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Dahme Kurier 29.11.2005 |
KEGELN / MPSV 95 noch nicht in der Lage, die Heimbahn zu beherrschen
Olaf Stettnisch
Königs Wusterhausen
Beim Fußball würde man schon von Krise und Trainerwechsel sprechen. Doch die Bohlekegler vom MPSV 95 Königs Wusterhausen haben keinen Trainer, und was die Krise anbelangt, die herrscht wohl vor allem in den Köpfen der Spieler. „Die Niederlage am Samstag musste gegen einen sehr starke Spandauer Tabellenführer akzeptiert werden", so die Analyse von Olaf Stettnisch, nachdem das Wochenende in der 2. Bundesliga gründlich verpatzt worden war. „Am Sonntag gegen Motor Hennigsdorf lag es aber am eigenen Unvermögen, die Heimbahn zu beherrschen."
Die Spandauer begannen beeindruckend und nahmen René Hammermeister (916) und Volker Krüger (894) schon im ersten Block 18 Holz
ab. Dadurch gerieten die Gastgeber in Zugzwang. Und der Tabellenführer spielte souverän weiter, ließ eine Aufholjagd erst gar nicht zu. Der Mittelblock der Gäste war noch stärker, wogegen Marco Lerche (913) und Steffen Kuttig (887) weniger Holz spielten, als Hammermeister und Krüger. So gingen im zweiten Durchgang 31 Holz verloren. Dass der MPSV 49 Holz Rückstand aufholen würde, schien mehr als unwahrscheinlich.
Tatsächlich ließ auch der Schlussblock der Gastgeber noch Federn. Frank Schneider (911) und Olaf Stettnisch (896) hatten das Nachsehen. ihre Gegenspieler konnten das Spiel mit 55 Holz Vorsprung für sich entscheiden. Auch die Einzelwertung ging mit 4:2 an die Spandauer, die damit glatt 3:0 gewannen.
Die MPSV-Kegler wollten den Sonntag zur Wiedergutmachung nutzen, zumal die Hennigsdorfer bis dato in Königs Wusterhausen immer chancenlos blieben. Krüger ging hoch konzentriert zur Sache und brachte mit 910 Holz eine deutliche Leistungssteigerung zustande. Hammermeister war mit 913 Holz nicht ganz zufrieden. Trotzdem führte der MPSV mit zwölf Holz, und alles sah viel freundlicher aus als am Vortag.
Die Hennigsdorfer ließen im Mittelblock sogar noch nach. Das konnten Lerche (897) und Bohn (881) jedoch nicht ausnutzen. Sie vorloren
sechs Holz und verpassten die Chance, den Sack zuzumachen. Diese Aufgabe blieb nun Schneider und Stettnisch überlassen, was in besseren Tagen auch nicht das Problem gewesen wäre. Doch beide versagten. Statt die notwendigen 901 Holz zu spielen, brachte es Schneider lediglich auf 893, und Stettnisch kam nur auf 894 Holz. Dagegen brachten die Gäste 900 bzw. 904 Holz in die Wertung. Somit wandelten sich sechs Holz Vorsprung in elf Holz Rückstand, und MPSV 95 Königs Wusterhausen verlor auf heimischer Bahn erneut mit 0:3.