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Dahme Kurier 11.01.2006 |
KEGELN / MPSV 95 festigte mit zwei Siegen Mittelfeldposition und Selbstvertrauen
Olaf Stettnisch
Berlin / Königs Wusterhausen
Das Ziel war klar, die Kegler der Zweitbundesliga-Mannschaft vom MPSV 95 Königs Wusterhausen wussten, worauf es ankam. „Auswärts punkten und zu Hause nicht mehr verlieren! Dann klappt es auch mit dem Klassenerhalt." Gesagt, getan. MPSV 95 gewann am Wochenende beide Spiele gegen Empor Brandenburger Tor - in der Hauptstadt mit 5454:5376, 4:2 und 3:0, auf der Heimbahn mit 5378:5282, 4:2 und 3:0 - und kann dem weiteren Saisonverlauf nun wesentlich gelassener entgegensehen.
Die Anlage in der Berliner Samariterstraße war den Königs Wusterhausener Keglern seit jeher sympathisch. Volker Krüger und Rene Hammermeister, die den Reigen eröffneten, ließen den Gastgebern kaum Zeit zum Luftholen. Krüger hatte mit 911 Holz ein Holz Vorsprung vor seinem unmittelbaren Kontrahenten. Hammermeister trauerte bei 902 seinen Chancen etwas hinterher, musste er doch sechs Holz abgeben. Der ehemalige Königs-Wusterhausener Kegler Rolf Kuschke, jetzt in Diensten von Empor II, war sich sicher: „Noch ist alles offen."
Im Mittelblock sollte aber bereits die Entscheidung fallen. Die Gastgeber boten schwache Gegenwehr, kamen über 889 bzw. 886 nicht hinaus. 901 Holz für Steffen Kuttig und 915 Holz für Frank Schneider, die Tagesbestwert bedeuteten, brachten das MPSV Team in Führung.
Würden Marco Lerche und Olaf Stettnisch den Vorsprung halten können? Schon nach wenigen Kugeln wurde deutlich, dass sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen ließen. Der Berliner Kapitän kämpfte bis zur letzten Kaigel und kam auf 906 Holz. Sein Mitspieler brach mit 877 Holz ein. Lerche brachte es auf 911 Holz, Stettnisch auf 914 Holz. Da MPSV die vier besten Spieler stellte, war der erste Dreier geschafft.
Das Rückspiel fand am nächsten Tag statt, wobei die Königs-Wusterhausener Gastgeber die Serie der Heimniederlagen beenden wollten. Mit einem Sieg sollte auch Selbstvertrauen zurückgeholt werden. Hammermeister zeigte seine gewohnte Stärke, spielte traumhafte 917 Holz. Krüger kämpfte bis zur letzten Kugel und kam auf 890 Holz. Damit musste er einen Gegner passieren lassen, der mit 895 Holz ein Achtungszeichen setzte.
Der MPSV-Mittelblock bot eine mäßige Kür. Frank Schneider, in Berlin noch Tagesbester, begnügte sich mit 874 Holz. Mathias Bohn war mit 885 Holz zwar Durchgangsbester, aber die Gäste hatten nun bereits einen Punkt in der Einzelwertung sicher.
Die Schlussachse mit Lerche und Stettnisch war gefordert, an die Leistungen vom Vortag anzuknüpfen. Nun hatte MPSV 95 auch etwas Glück. Analog zum Wettkampf in Berlin konnte nur noch einer der beiden Empor-Spieler gefährlich werden. Seine 897 Holz wurden aber von Lerche mit 911 Holz und von Stettnisch mit 901 Holz klar überboten. Dieser zweite 3:0-Sieg des Wochenendes, der auch von zahlreichen Zuschauern gefeiert wurde, ließ alle Beteiligten aufatmen.