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Dahme Kurier 31.01.2006 |
KEGELN / Mehr Sicherheit, aber noch beträchtliche Schwankungen im MPSV-Team
Rainer Rosenthal
Königs Wusterhausen
„Eigentlich gehören wir da oben ja gar nicht hin", bekannte Mannschaftskapitän Olaf Stettnisch, nachdem sich die Bohiekegler des MPSV 95 Königs Wusterhausen am vergangenen Wochenende in der 2. Bundesliga Südost auf den vierten Tabellenrang verbessern konnten. „Real wäre wohl eher der achte Platz." Dabei bezieht sich Stettnisch auf den Tabellenwert, der das Verhältnis von gewonnenen Auswärts- und eingebüßten Heimpunkten ausdrückt. Da kommt sein Team nach 14 Spieltagen auf -2, wogegen die hinter ihm platzierte Konkurrenz von Motor Hennigsdorf, Union Oberschöneweide und Blau-Weiß Stavenhagen eigentlich besser dasteht.
Erst am Saisonende, wenn alle zwölf Mannschaften die gleiche Anzahl von Auswärts- und Heimspielen ausgetragen haben, gibt es auch die reale Rangfolge. Sorgen um den Klassenerhalt müssen sich die Königs-Wusterhausener Bohlespezialisten nach den Heimsiegen gegen Motor Süd Neubrandenburg (3:0) und SV 90 Fehrbellin (2:1) nun aber nicht mehr machen. „Selbst wenn wir uns noch einen 'freien Fall' erlauben sollten, dürften Semper Berlin und Empor Brandenburger Tor hinter uns bleiben", schätzt der MPSV-Kapitän ein. „Dabei hoffe ich aber auch noch auf einen Auswärtspunkt."
Das Heimkontingent ist in dieser Saison ohnehin fast schon ausgereizt. Zu Hause geht es nur noch gegen KSG Berlin und Semper Berlin. Ansonsten stehen bis zum 2. April sechs Auswärtsspiele auf dem Programm. Der Heimnimbus, der über viele Jahre in Königs Wusterhausen unantastbar schien, hat sich nach den neuen Wettkampfregeln aber ohnehin erledigt.
Dabei ließen sich am vergangenen Wochenende Fortschritte in punkto Sicherheit, aber auch noch beträchtliche Reserven ausmachen. René Hammermeister beispielsweise blieb am Sonnabend mit 896 Holz unter den Möglichkeiten, spielte aber am Sonntag mit 915 Holz das zweitbeste Tagesergebnis. Marco Lerche und Olaf Stettnisch begannen gegen Motor Süd Neubrandenburg „wie die Guppys" (0-Ton Stettnisch), ehe. sie sich doch noch an ihren Rivalen vorbeikämpfen konnten. „Diese Schwankungen dürften kaum am Training liegen", so der Kapitän. „Es ist wohl eher eine Kopfsache. Vielleicht fehlt bei allen guten Vorsätze die Konzentration, weil einem andere Dinge durch den Kopf gehen."