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Presse
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Dahme Kurier 21.09.2006
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Favoriten ins Zweifeln gebracht
KEGELN / MPSV 95 zieht zum Saisonauftakt aber doch zweimal 0:3 den Kürzeren
Olaf Stettnisch
Hennigsdorf
Die Bohlekegler vom MPSV 95 Königs Wusterhausen starteten am Wochenende mit zwei Auswartsniederlagen in die neue Saison der 2. Bundesliga Süd-Ost. Gegen Motor Hennigsdorf und VKC/Germania/FE 27 Spandau wurde jeweils 2:4 und 0:3 verloren. Dabei ging es für die Königs-Wusterhausener Mannschaft gleich so weiter, wie die vergangene Saison aufgehört hatte: mit personellen Problemen.
Startspieler gleich von der Bahn weggeschnappt
Frank Schneider meldete sich kurzfristig krank. So fuhr Mannschaftskapitän Olaf Stettnisch schnell auf der Heimbahn vorbei, wo die II Mannschaft ihr Landesliga-Debüt gab, schnappte den noch schwitzenden Startspieler Sven Heise und nahm ihn mit nach Hennigsdorf. Und weil Heise immer noch „warm" war, stand er gleich als Erster auf der Bahn, gemeinsam mit Volker Kruger.
Das MPSV-Gespann traf auf Udo Sandow und Steffen Kuttig. Sandow legte 914 Holz hin, die letztendlich auch Tagesbestwert bedeuteten. Kuttig, der sich als Ex-Königs-Wusterhausener viel vorgenommen hatte, hielt mit 877 Holz Krüger (860) und Heise (869) auf Distanz.
So hatte der Mittelblock mit Mathias Bohn und Olaf Stettnisch die Aufgabe, Kuttigs Ergebnis zu überbieten, um zumindest die Chance auf einen Punkt zu wahren. Bohn hatte arge Probleme und begnügte sich mit 855 Holz. Stettnisch war auf der letzten Bahn schon bis auf vier Holz an Kuttig ran, patzte aber und blieb schließlich bei 869 Holz. Damit war die Entscheidung gefallen, denn in der Einzelwertung war nur noch ein 2:4 möglich, vorausgesetzt Marco Lerche und René Hammermeister wurden richtig treffen.
Was sie dann auch taten. Lerche erzielte mit 895 Holz das beste Gast-Ergebnis, Hammermeister blieb fünf Holz dahinter. Die Hennigsdorfer aber gewannen mit 5325:5238 Gesamtholz und dank der 4:2-Einzelwertung auch 3:0.
René Hammermeister schockt Favoritenteam
Gegen den zweiten Saisonrivalen, die in der vorigen Saison so starken Spandauer, hatten sich die MPSV-Kegler schon gar nichts ausgerechnet. Doch René Hammermeister erwies sich gleich als „Favoriten-Schocker". Er behielt seine Gegenspieler im Blick, wartete deren Ergebnisse ab und beendete den ersten Durchgang mit 900 Holz als Bester. Auch wenn Krüger mit 865 Holz nichts bewegen konnte, sah es schon besser aus als am Vortag.
Der zweite Ersatzmann des Wochenendes, Thomas Siegmund, machte seine Sache recht ordentlich und kam auf 881 Holz, Bohn steigerte sich auf 885 Holz. Beide Ergebnisse konnten die Spandauer aber nicht beeindrucken, die nach Gesamtholz inzwischen deutlich führten.
Doch die Einzelwertung war noch nicht entschieden. Also klare Zielstellung: Lerche und Stettnisch mussten mindestens 900 Holz erreichen, um ein 3:3 zu erzwingen. Beide legten auch richtig los. Die Spandauer wurden unruhig, sahen den Punkt schon verloren. Aber dann verpatzte Stettnisch den rechten Aufsatz der dritten Bahn und fief zurück. Für die letzten 30 Wurf hätten es schon + 20 werden müssen, um so wie Lerche die magische 900er Marke zu knacken. Es reichte bei Stettnisch aber nur zu 889 Holz, so dass MPSV 95 erneut in der Einzelwertung 2:4 das Nachsehen hatte und das Spiel 0:3 verlor. Erstes Fazit: Es ist mehr Stabilität nötig, wenn die Saison ohne größeren Schaden überstanden werden soll.
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