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Dahme Kurier 12.10.2006 |
KEGELN / MPSV 95 Königs Wusterhausen gewinnt beide Heimspiele 3:0 und kann damit die Bilanz ausgleichen
Olaf Stettnisch
Königs Wusterhausen
Mit zwei Heimsiegen haben die Bohlekegler des MPSV 95 Königs Wusterhausen am zweiten Punktspiel-Wochenende ihre Bilanz in der 2. Bundesliga Süd-Ost wieder ausgeglichen. Die Gastgeber gewannen gegen Blau-Weiß Stavenhagen mit 5376:5294, 4:2, 3:0 und setzten sich gegen Gut Holz Rostock mit 5418:5387, 4:2, 3:0 durch.
Beide Gästeteams hatten zu Hause schon Federn lassen müssen und wollten nun auf der Königs-Wusterhausener Bahn um jeden Preis punkten. Die MPSV-Kegler hingegen hatten keineswegs die Absicht, gleich wieder zum Punktelieferanten zu werden. Die Heimspiele sollten natürlich gewonnen werden.
Volker Krüger und René Hammermeister trafen im ersten Durchgang auf überraschend wenig Stavenhagener Gegenwehr. Krüger spielte 892 Holz und konnte damit seinem Gegner zehn Holz abnehmen. Hammermeister war mit 896 Holz um neun Holz besser als sein Kontrahent.
So konnte der Mittelblock mit Mathias Bohn und Olaf Stettnisch locker aufspielen. Beide nutzten ihre Chance. Bohn blieb mit 897 Holz zwei Holz hinter dem besten Gastkegler zurück, der es mit 899 Holz in die Einzelwertung schaffte. Stettnisch erzielte mit 900 Holz sogar den Tagesbestwert und nahm seinem Gegenspieler zwölf Holz ab.
Im Schlussblock konnte nur noch ein Stavenhagener mithalten und noch in die Phalanx der besten Sechs eindringen. Frank Schneider (893) und Marco Lerche (898) machten für die Gastgeber den Sack zu. Damit konnte MPSV 95 zwei Punkte für den Sieg und, da die Einzelwertung 4:2 gewonnen wurde, auch noch den Zusatzpunkt buchen.
Am Sonntag hatte Mannschaftskapitän Stettnisch vor einem sicherlich stärkeren Gegner gewarnt und eine weitere Leistungssteigerung aller. Spieler angemahnt. Die Gäste von Gut Holz Rostock sollten seine Worte auch bestätigen. 919 Holz von Seeliger und 907 Holz von Ziegert setzten Krüger und Hammermeister gehörig unter Druck. Beide MPSV Spieler kämpften hervorragend, so dass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Krüger besiegte Ziegert um ein Holz, Hammermeister ließ Seeliger mit dem Traumergebnis von 925 Holz hinter sich.
Das hätte Mut machen sollen, doch der am Vortag so sichere Mittelblock versagte. Bohn blieb bei 892 Holz stehen, Stettnisch musste sich 885 Holz und damit mit dem schlechtesten Mannschaftsergebnis begnügen.
MPSV 95 hatte nun sechs Holz Rückstand. Die zahlreichen Zuschauer merkten, dass Unterstützung nötig war. Ihre lautstarke Anfeuerung schien zu helfen. Schneider und Lerche wirkten souverän, doch der Rostocker Müller hielt mit. So blieb offen, wie die Einzelwertung ausgehen würde.
Beide Königs-Wusterhausener Kegler mussten auf über 902 Holz kommen und dabei auch die Gäste auf Distanz halten. Doch der Rostocker Müller ließ sich nicht abschütteln, hatte fünf Kugeln vor Schluss schon + 62 mit Tendenz zu mehr. Lerche beendete den Wettkampf mit 903, Schneider mit 904 Holz.
Was aber machte Müller? Er legte eine unerklärliche taktische Pause ein, die seine gute Serie unterbrach. Dann unterlief ihm eine Sechs, die er nicht mehr ausbügeln konnte. Doch erst nach der allerletzten Kugel löste sich die Spannung bei Spielern und Zuschauern. Ein Holz brachte die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber.