Presse

Dahme Kurier 28.11.2006

Es reicht nicht zum Auswärtspunkt

KEGELN / MPSV 95 verlor zweimal 0:3

Olaf Stettnisch

Springe / Uelzen
Die Bohlekegler des MPSV 95 Königs Wusterhausen verloren am Wochenende in der 2. Bundesliga Südost bei Spielgemeinschaft Springe/Sarstedt und bei KSG Uelzen jeweils mit 0:3. Dadurch fielen sie auf den achten Tabellenplatz zurück.
Die Tour begann chaotisch. Ein Defekt am Mannschaftsbus zwang das Team zur Umkehr und zum Fahrzeugwechsel. Damit nicht genug: Nach Stau auf der Autobahn trafen die Gäste erst 30 Minuten vor Spielbeginn in Springe bei Hannover ein. So musste die Einspielzeit verkürzt werden.
Nichtsdestotrotz setzte MPSV 95 auf aggressive Taktik, schickte Lerche und Hammermeister als Anschieber ins Rennen. Beide kannten die Bahn und sollten gleich für Gegendruck sorgen.
Der Plan schien aufzugehen, denn beiden Lokalfavoriten gelang es nicht, sich abzusetzen. Besonders Lerche klebte förmlich an seinem Gegenspieler und musste diesem beim eigenem Resultat von 901 Holz nur um zwei Holz den Vortritt lassen. Hammermeister verlor schließlich etwas den Anschluss und hatte 891:906 das Nachsehen.
Da sie mit 17 Holz Vorsprung führten und in der Einzelwertung vorn lagen, konnten. die Gastgeber im Mittelblock entspannter aufspielen. Nicht so die MPSV-Kegler, sie waren gefordert. Doch Krüger wirkte nach guter Einspielphase desorientiert. Mit 865 Holz war an Aufholen nicht zu denken. Bohn kam besser zurecht, aber 884 Holz reichten ebenfalls nicht aus. Mit 908 und 891 Holz baute die Springe-Sarstedter Spielgemeinschaft den Vorsprung weiter aus. Der Zusatzpunkt für eine ausgeglichene Einzelwertung war für die Gäste aber noch möglich, wenn die Schlussspieler Schneider und Stettnisch ihre Gegner bezwingen würden.
Schneider spielte sich mit 896 Holz auch in die Wertung. Doch die Gastgeber hatten noch ein heißes Eisen im Feuer, das mit 900 Holz ihren Erfolg komplett machte. Stettnischs 891 Holz hatten keinen Einfluss mehr auf die Spielwertung, die mit 5387:5328, 4:2 und 3:0 eindeutig an SG Springe/Sarstedt ging.
Am nächsten Tag in Uelzen, wo Hammermeister, Krüger, Lerche und Stettnisch vor zwei Jahren den Landkreis bei deutschen Vereinsmeisterschaften vertreten hatten, begann es hoffnungsvoll. Krüger (888) und Hammermeister (893) ließen einen Uelzener (887) hinter sich. Der zweite Vertreter der Gastgeber war ein Holz besser als Hammermeister.
Die Partie schien offen, doch diesmal fand Stettnisch keine Bindung zur Bahn, kam nur auf 863 Holz, die von seinem Gegenspieler mit 895 Holz ausgekontert wurden. Bohn verlor mit 877:901 Holz. So blieb wieder nur die Hoffnung auf den Zusatzpunkt.
Lerche begann sehr artig, seine Kugeln liefen zu brav in die Gasse. Nach der Hälfte der Distanz kam er besser zurecht, aber 884 Holz reichten nur, um seinen Gegner zu halten, der ebenfalls 884 Holz spielte. Schneider hingegen verlor mit 19 Holz Rückstand auf seinen Widerpart, der mit 897 Holz in die Einzelwertung kam. KSG Uelzen gewann 5358:5273, 4:2 und 3:0 und ist zu Hause weiter ohne Punktverlust.

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