Presse

Dahme Kurier 30.01.2007

Nur zwei Holz zu wenig

KEGELN / MPSV 95 gewinnt Heimspiel und schafft fast eine Auswärtsüberraschung

Olaf Stettnisch

Königs Wusterhausen / Berlin
Gleich zweimal trafen die Kegler des MPSV 95 Königs Wusterhausen am Wochenende auf den Tabellenzweiten Iduna/Neuköllner Sportfreunde. Dabei gelang am Sonnabend zu Hause ein Sieg mit 5431:5370 Holz, 4:2 in der Einzelwertung und 3:0 nach Punkten. Auf der Berliner Bahn „Am Anhalter" wurde am Sonntag 5451:5527, 2:4 und 0:3 verloren.
In der Tabelle der 2. Bundesliga Südost liegt MPSV 95 nach 14 Spielen mit ausgeglichener Bilanz auf dem siebenten Platz. Noch ist es aber zu früh, um vom Klassenerhalt zu reden, denn zwischen Platz drei und Platz neun sind nur drei Punkte Unterschied.
Die Berliner hatten sich für das Spiel in Königs Wusterhausen viel vorgenommen. Sie wollten unbedingt punkten, um im Aufstiegskampf, in dem sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit SV Fehrbellin liefern, nicht die Trümpfe aus der Hand zu geben.
Bei MPSV 95 vertrat Rainer Kühn den verletzten Volker Krüger und spielte im Startblock an der Seite von René Hammermeister grandios auf. Mit 902 bzw. 909 Holz besiegten Kühn und Hammermeister nach großem Kampf die Berliner Daniel Neumann und Florian Sturm, die mit 896 bzw. 899 Holz an der 900er Marke scheiterten. Ein kleiner Vorsprung für die Gastgeber, wobei wichtig war, dass beide Lokalmatadore in der Einzelwertung vor den Spielern aus der Hauptstadt blieben.
Mathias Bohn und Olaf Stettnisch hatten es als MPSV-Mittelachse mit Andre Krause und Andreas Lenz zu tun. Bohn bestätigte mit 903 Holz die Erwartungen. Stettnisch aber begann wieder sehr nervös. Doch nach 60 Wurf hatte er sich gefangen und spielte die letzten beiden Bahnen einen tollen Part. Mit 905 Holz zog er an Lenz, der auf 897 Holz kam, vorbei und schob sich sogar noch vor seinen Teamkameraden Bohn. Das war die Vorentscheidung, denn die Gastgeber führten in der Einzelwertung mit 4:0.
Allerdings hatten die Gäste André Franke in der Hinterhand. Die 41 Holz Vorsprung waren also noch kein beruhigendes Polster. Doch Franke offenbarte Probleme mit den Bahnen 1 und 2. Das war Glück für das MPSV-Team, da Frank Schneider ebenfalls nur schwer in die Gänge fand, und auch Marco Lerche haderte mit etlichen Würfen.
Franke kam noch in Schwung, spielte mit 912 Holz Bestwert. Doch sein Mitstreiter, Goofy Krüger, versagte, erreichte nur 880 Holz. Dadurch war der Tagessieg der Gastgeber perfekt, denn Schneider (895) und Lerche (899) wurden im Wettkampfverlauf sicherer. Ein Holz mehr von Lerche, dann hätte sich der MPSV über ein 5:1 in der Einzelwertung freuen können.
Am nächsten Tag wollten sich die Königs-Wusterhausener Kegler im Auswärtsspiel so teuer wie möglich verkaufen. Allerdings konnte sich Ersatzmann Thomas Siegmund nicht mit der Anlage anfreunden, seine 882 Holz waren zu wenig. Hammermeister dagegen legte gleich los und kam auf 933 Holz. Damit ließ er die Berliner Neumann (914) und Krüger (902) hinter sich und sicherte sich einen Platz in der Einzelwertung.
Das gelang auch Schneider im Mittelblock, der 917 Holz erreichte. Lerche jedoch blieb glücklos, musste sich mit 901 Holz begnügen. Nur vier Holz mehr schaffte Stettnisch, der wiederum erst in der zweiten Hälfte eine ansprechende Leistung bot. Bohn dagegen war angriffslustig und schien drauf und dran, sich in die Einzelwertung einzureihen. Dazu benötigte er 915 Holz. Doch eine Fünf im letzten Zehner-Stamm riss die Gäste aus allen Hoffnungen. Bohn scheiterte knapp mit 913 Holz.
Da atmeten die Berliner erst einmal durch. Sie gewannen zwar deutlich 5527:5451 nach Gesamtholzzahl, woran Franke mit 958 Holz den Löwenanteil hatte. Trotzdem entgingen die Gastgeber nur knapp der Gefahr, den Zusatzpunkt für die Einzelwertung abzugeben.

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