Presse

Dahme Kurier 11.07.2007

44 Holz Vorsprung

KEGELN / Hammermeister/Stoof zum vierten Mal Turniersieger

Olaf Stettnisch

Königs Wusterhausen
Da passt doch einfach alles zusammen, sagten sich René Hammermeister vom gastgebenden MPSV 95 und sein Partner Dietmar Stoof von SVL Seedorf. Mit 5901 Holz und souveränem 44-Holz-Vorsprung gewannen die bewährten Kegler das 12. Königs-Wusterhausener 777-Kugel-Turnier. Da Hammermeister/Stoof bereits zum vierten Mal beim „Kegel-Marathon" erfolgreich waren, bietet sich ihnen im nächsten Jahr die Chance, mit dem fünften Sieg den Pokal endgültig in Besitz zu nehmen.
Die Besetzung auf der Königs-Wusterhausener Bahn war einmal mehr hochkarätig. Auch Damen und Herren aus der 1. und 2. Bundesliga stellten sich der ungewöhnlichen Herausforderung. Perfekt vorbereitet von Cheforganisator Uwe Johannsen und seinem Team begann das Turnier, das in elf Jahren zum Dauerbrenner avancierte, am Sonnabend pünktlich um 10 Uhr. Doch gleich der erste Schreck: Stromausfall, nichts ging mehr. Die Unterbrechung war aber nur von kurzer Dauer, und bald zeichnete sich im ersten Durchgang ab, dass die Königs-Wusterhausener Eintracht-Kegler Tino Lehmann und Kristian Wernicke den Heimvorteil nutzen konnten. Sie gewannen ihre Tour souverän und waren nun gespannt, was ihnen die 5771 Holz am Ende bescheren würden.
In Runde zwei traten die ersten Titelaspiranten an. Marco Lerche vom MPSV 95 und der Hennigsdorfer Udo Sandow wollten an frühere Erfolge anknüpfen. Sie setzten sich auch erwartungsgemäß an die Spitze, wobei ihre 5829 Holz noch nicht als sichere Bank galten. Das bestätigten die Youngster Dirk Sperling und Sebastian Krause, die um 20 Uhr mit der dritten Tour an den Start gingen. Hier sorgte zunächst Routinier Rainer Kühn vom MPSV 95 für Furore. Mit + 107 Holz legte er eines der besten Startergebnisse vor. Doch sein Partner Kay Effenberg kam nicht aus den Startlöchern. Am Ende blieb nur Platz 23 für das MPSV Paar. Sperling/Krause dagegen übernahmen mit 5845 Holz die Führung, woran sich auch in Runde vier nichts ändern sollte.
Zu früher Morgenstunde kam dann richtig Spannung auf. In der letzten Runde, die um 6 Uhr begann, entbrannte sofort ein Dreikampf zwischen den Berlinern Peter Kowal/Stefan Prentkowski, Bernd Erdmann/Matthias Mohr und René Hammermeister/Dietmar Stoof.
Erdmann legte + 108 Holz vor, Hammermeister zog mit + 107 fast gleich. Dann schlug Prentkowski zu, 123 Holz über Durchschnitt - und das bei 180 Wurf - brachten die zuvor abgeschlagenen Kegler von der Berliner Hämmerlingstraße wieder ins Spiel. Doch mit kontinuierlichem Spiel legten Hammermeister/Stoof den Grundstein zum Erfolg. Sie zeigten keine schwache Phase und bauten ihre Führung nun von Bahn zu Bahn aus.
Hammermeister beendete seinen zweiten Durchgang mit + 124 und erkämpfte damit 48 Holz Vorsprung, der wieder leicht schrumpfte, am Ende mit 44 Holz aber immer noch recht deutlich ausfiel. Nach großem Kampf wurden Kowal/Prentkowski mit 5857 Holz Zweiter vor Erdmann/ Mohr mit 5849 Holz.

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