Presse

Dahme Kurier 10.10.2007

Das Minimalziel nicht erreicht

KEGELN / MPSV 95 unterliegt zweimal 0:3

Olaf Stettnisch

Neubrandenburg/Rostock
Die Bohlekegler des MPSV 95 Königs Wusterhausen haben am Wochenende bei der Nordtour ihr Minimalziel verpasst. Es reichte nicht zum Punkterfolg, die Gäste mussten sowohl beim Neubrandenburger KV als auch bei Gut Holz Rostock 0:3-Niederlagen hinnehmen.
Das Spiel in Neubrandenburg hatten die MPSV-Kegler allerdings von vornherein als Pflichtaufgabe ohne Erfolgsaussicht betrachtet. Nur allzu gut erinnerten sie sich an die Schlappe vom März. Doch neues Spielmaterial in Form neuer Kugeln ließen die Gastgeber etwas unsicher starten. Ein Phänomen, das dem Königs-Wusterhausener Team durchaus vertraut ist. War daraus Nutzen zu schlagen?
Volker Krüger spielte hochkonzentriert und blieb mit 861 Holz nicht weit entfernt von den beiden Neubrandenburger Ergebnissen, die mit 867 und 868 Holz auch nicht so hoch ausfielen, wie früher gewohnt. Uwe Effenberg gab sein Debüt in der Bundesliga, er kam für den ausgefallenen Mathias Bohn zum Einsatz. Und das gerade auf einer so schwer zu bespielenden Anlage, die einer Überholung bedarf. Lange spielte er knapp unter Durchschnitt, musste dann aber mit 817 Holz vorlieb nehmen.
Im Mittelblock konnten René Hammermeister und Marco Lerche den Rückstand nicht aufholen. Also blieb nur das Ziel, die Einzelwertung ausgeglichen zu gestalten und damit den Zusatzpunkt zu erspielen. Doch nur Lerche brachte ein dafür brauchbares Ergebnis zustande. Seine 874 Holz sollten der zweitbeste Wert des Tages sein. Hammermeister konnte mit 857 Holz nicht in die Punktewertung eindringen.
Das schafften auch Olaf Stettnisch und Frank Schneider in der Schlussachse nicht. Schneider spielte für MPSV Verhältnisse akzeptable 851 Holz. Stettnisch erwischte einen rabenschwarzen Tag und präsentierte mit 833 Holz gar ein Minusergebnis. Mit 106 Holz Rückstand und einer mit 2:4 verlorenen Einzelwertung gab es ein glattes 0:3.
Am folgenden Tag in Rostock wollten die MPSV-Kegler die Situation ausnutzen, dass SG Gut Holz am Sonnabend gegen SG Berlin 07 eine Heimniederlage kassiert hatte. Den Rostockern und ihrem Anhang war die Nervosität anzumerken. Dennoch gingen sie in Führung, aber nur mit zehn Holz. Ein erneut stark auf spielender Krüger (918) und ein trotz 919 Holz nicht ganz zufriedener Hammermeister hielten alle Chancen offen. Dann sah es nach Arbeitsverweigerung aus, beide die Mittelachsen taten sich nichts. Das wäre die Gelegenheit für die Gäste gewesen, aber Lerche und Schneider kamen nicht in Schwung. 894 und 892 waren deutlich zu wenig.
Die Schlussachse hatte die Aufgabe, zumindest ein Ergebnis von 919 Holz zu bringen, das zum 3:3 in der Einzelwertung gereicht hätte. Die Chancen für die Stettnisch-Brüder standen gut. Olaf Stettnisch hatte nach der ersten Bahn schon + 24 auf dem Konto. Sein Bruder Marco musste dagegen schnell feststellen, dass sein Kegelfall nicht der beste war.
Nach der Hälfte der Distanz verbuchte Olaf Stettnisch + 40 und schien auf dem richtigen Kurs. Doch auf der dritten Bahn kam zum Aufsatzwechsel der Knacks, der Spielfaden riss. Seine 903 Holz waren zur Erleichterung der Rostocker zu wenig, um in die Einzelwertung eingreifen zu können. Wieder verlor MPSV mit 2:4 und 0:3, bei einem Rückstand von 121 Holz.

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