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Dahme Kurier 28.11.2007 |
KEGELN / MPSV 95 holt Zusatzpunkt
Olaf Stettnisch
Berlin
Die Bohlekegler des MPSV 95 Königs Wusterhausen konnten am Wochenende einen Zusatzpunkt holen. Zwar hatten sie bei Union Oberschöneweide nach der Gesamt-Holzzahl mit 5472:5498 das Nachsehen, doch erreichten die Gäste in der Einzelwertung ein 3:3, so dass es eine 1:2-Niederlage gab. Am Sonntag verlor die Königs-Wusterhausener Mannschaft gegen Tabellenführer MPV/NKC 72 Berlin mit 5419:5553, 1:5 und 0:3.
Bei Union Oberschöneweide auf der Köpenicker Bahn war es den MPSV-Keglern schon früher zweimal gelungen, den Zusatzpunkt zu entführen. Die Erinnerung stärkte zwar den Optimismus, eine Garantie auf Wiederholung aber gab es nicht. Die Gastgeber hatten auch nicht die Absicht, etwa vorweihnachtliche Geschenke zu verteilen.
Union begann sehr druckvoll und ließ den Gästen, die mit der Startreihenfolge vom erfolgreichen Spiel in Hamburg antraten, im ersten Durchgang nicht die geringste Chance. Volker Krüger (905) und Rene Hammermeister (914) erreichten zwar akzeptable Ergebnisse, konnten aber nicht verhindern, dass die Berliner einen Vorsprung von 30 Holz herausspielten.
Da schien die Situation fast schon aussichtslos, zumal Union die besten Leute noch in der Hinterhand hatte. Aber im Mittelblock wendete sich das Blatt. Frank Schneider und Marco Lerche zeigten sich in bester Spiellaune und konnten mit 926 bzw. 920 Holz den Rückstand auf sechs Holz verkürzen. Plötzlich witterten die MPSV-Spieler wieder ihre Chance, die Lokalfavoriten aber schienen verunsichert.
Wie schon in Hamburg hatten es Mathias Bohn und Olaf Stettnisch in der Hand, den Punktgewinn perfekt zu machen. Im entscheidenden dritten Durchgang gelang es den Schlussleuten der Gastgeber lange Zeit nicht, sich von der Königs-Wusterhausener Konkurrenz zu lösen. Demzufolge wirkten sie nervös. Auf der letzten Bahn zeigten aber auch Bohn und Stettnisch Nerven und mussten die Köpenicker ziehen lassen. Doch nur einer der beiden Union-Kegler schaffte es noch in die Einzelwertung, die damit ausgeglichen war. Die Ergebnisse von Bohn (901) und Stettnisch (906) blieben ohne Bedeutung für den Spielausgang.
Der Wettkampf am Sonntag galt dann eher als Pflicht. Gegen den Erstliga-Absteiger MPV/ NKC 72 war das MPSV Team chancenlos. Mitunter fühlten sich die Gäste regelrecht vorgeführt. Die Berliner spielten ganze Neuner-Serien. Spitzenwert waren 944 Holz von Glöde.
Hammermeister blieb mit 920 Holz der einzige Königs-Wusterhausener Spieler, der es in die Einzelwertung brachte. Schneider war mit 917 Holz dicht dran. Wäre seine letzte Kugel eine Sieben -oder sogar mehr- gewesen, hätte es zum 4:2 gereicht. So aber fehlte ihm ein Holz, und die Gastgeber lagen in der Einzelwertung 5:1 vorn. Die restlichen MPSV-Ergebnisse reichten nicht, um den Tabellenführer ernsthaft herauszufordern. Krüger begnügte sich mit 883 Holz, Lerche kam auf 904, Stettnisch auf 895 und Bohn auf 900 Holz.