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Dahme Kurier 13.02.2008 |
KEGELN / MPSV 95 verliert beide Auswärtsspiele mit 0:3 / Knappe Entscheidung gegen Spandauer Team
Olaf Stettnisch und Rainer Rosenthal
Hennigsdorf
Auch wenn sie bisher in der 2. Bundesliga bei Motor Hennigsdorf und bei der Spandauer Spielgemeinschaft VKC/Germania/ FE stets leer ausgegangen waren, wollten sich die Königs Wusterhausener Kegler doch keineswegs verstecken und zeigten sich kämpferisch. „Irgendwann geht jede Serie mal zu Ende", demonstrierten die Gäste gesundes Selbstvertrauen. „Schließlich wollen wir uns die Punkte, die zu Hause verloren wurden, wieder zurückholen."
So wurde die Mannschaftsaufstellung zum Spiel gegen Motor Hennigsdorf erst einmal umgekrempelt. Volker Krüger wechselte aus der Startformation zu Mathias Bohn in die Mittelachse. Olaf Stettnisch und René Hammermeister sollten gleich von vorn für Druck sorgen, wähend Marco Lerche und Uwe Johannsen für den Schlussblock vorgesehen waren.
Das Königs-Wusterhauseter Startduo spielte auch munter mit, hatte in Dirk Wege und Udo Sandow aber sehr starke Gegner, die ihren Heimvorteil nutzten und den Gästen letztlich doch keine Chance ließen. Während für Hammermeister 902 und für Stettnisch 901 Holz notiert wurden, kamen die Hennigsdorfer auf 913 bzw. 920 Holz. Damit hatte die Gastgebermannschaft schon mal einen beruhigenden Vorsprung.
Daran sollte sich auch im Mittelblock nichts ändern, obwohl die Lokalfavoriten hier einen erheblich schwächeren Auftritt boten. Ex-MPSV-Kegler Sven Kuttig begnügte sich mit 880 Holz, und auch die 900 Holz von Marcus Wege erfüllten nicht gerade verwöhnte Hennigsdorfer Ansprüche. Doch vermochten es die Gäste nicht, die Gunst der Stunde zu nutzen. Krüger brachte es lediglich auf 879 Holz, und mit 892 Holz konnte Bohn seine Mannschaftskameraden auch nicht unbedingt in Verzückung reißen.
Um das Desaster für das Königs-Wusterhausener Team komplett zu machen, floppten am Ende Lerche (869) und Johannsen (863) gegen die sehr stark aufspielenden Hennigsdorfer Neumann (915) und Leuschner (919). So wirkte das 2:4 in der Einzelwertung sogar noch schmeichelhaft, denn der MPSV 95 hatte diesmal keine Chance auf den Zusatzpunkt, verlor glatt 5306:5447 und 0:3.
Nichtsdestotrotz sollte es am nächsten Tag besser werden. Zumal die Spandauer Konkurrenz am Sonnabend eine empfindliche Heimniederlage gegen SG Berlin 07 hatte einstecken müssen und zu vermuten war, dass sie verunsichert sei. Zumindest schien sich eine Chance anzudeuten, und so wurde beim MPSV 95 flugs noch einmal umgestellt. Bohn und Krüger rückten in den Abschluss-Durchgang, Lerche und Johannsen bildeten die Mittelachse.
„Anschieber" blieben Hammermeister und Stettnisch, und sie begannen auch hoffnungsvoll. Von den Gastgebern konnte sich nur Meyer absetzen, der dann mit 911 Holz auch gleich Bestwert spielte.
Sein Mannschaftskamerad Frei dagegen kam nicht auf Touren. Hammermeister war ihm immer ein paar Holz voraus, und Stettnisch blieb auf gleicher Höhe. Jedenfalls bis er zur letzten Bahn, auf der sich der Königs-Wusterhausener Kapitän dann seine einzige Fünf leistete. Nun war Frei im Vorteil.
Doch den rechten Aufsatz auf der letzten Bahn erwischte Stettnisch besser, und eine Achter-Serie brachte ihn wieder ins Spiel. So holte der MPSV-Kegler Kugel um Kugel auf, doch gelang es nicht, diese Serie bis zum Schluss durchzuhalten. Zum Abschluss gab es zwei Sieben, Frei kohnte noch eine Neun dagegensetzen, und Stettnisch hatte um zwei Holz das Nachsehen.
Im Ergebnisprotokoll kam Stettnisch auf 889 Holz, Frei auf 891 Holz. Hammermeister spielte 899 Holz. Um Chancen auf ein Unentschieden in der Einzelwertung zu erhalten, schien es zu diesem Zeitpunkt nötig, dass in den folgenden beiden Durchgängen zwei MPSV-Kandidaten die 891 Holz von Frei überbieten müssten.
Dieses Vorhaben gelang aber lediglich Lerche mit 896 Holz. Johannsen (880), Bohn (872) und Krüger (878) blieben unter der Marke. Trotzdem gerieten die Gastgeber noch unter Zugzwang, denn ihre Schlussachse tat sich schwer. Um den Spandauer Sieg komplett zu machen, musste zumindest noch ein Kandidat an Stettnisch vorbei. Danach sah es aber lange Zeit durchaus nicht aus.
Erdmann, sonst bei der Spielgemeinschaft eine sichere Bank, schaffte nur 886 Holz. Mohr hatte bis zur vorletzten Bahn auch seine Probleme, legte dann aber einen tollen Endspurt hin und kam auf 891 Holz, die seiner Mannschaft das 4:2 und den 3:0-Erfolg sicherten. Das Gesamtergebnis fiel mit 5355:5314 ebenfalls eindeutig aus.