Presse

Dahme Kurier 29.10.2008

Freudentänze nach der letzten Kugel

KEGELN / MPSV 95 Königs Wusterhausen holt auf der Heimbahn fünf von sechs möglichen Punkten, verbessert sich auf Platz zehn

Olaf Stettnisch

Königs Wusterhausen
Glanzlos und noch immer ohne rechte Überzeugung holten die Königs-Wusterhausener Kegler am Heimspiel-Wochenende fünf von sechs möglichen Punkten. Dem 2:1-Erfolg über die Gäste aus Ilsenburg folgte ein 3:0 gegen KSG Uelzen. Da Lok Wismar beide Heimspiele verlor, verbesserte sich der MPSV 95 in der 2. Bundesliga Südost auf den zehnten Tabellenplatz.
Die Ilsenburger machten dem Königs-Wusterhausener Gastgeber schon im vorigen Jahr das Leben schwer. Die Erinnerungen daran wurden im Startblock schnell wieder wach. Trotz guter 912 Holz blieb Volker Krüger vier Holz hinter seinem unmittelbaren Rivalen zurück. Mathias Bohn, der mit 926 Holz ein Top-Ergebnis spielte, musste dennoch drei Holz abgeben.
Die Mittelachse mit Frank Schneider und Marco Lerche holte zwar den Rückstand auf verschaffte den Gastgebern im Hinblick auf das Gesamtergebnis auch einen Vorsprung, konnte aber nicht verhindern, dass die Ilsenburger einen dritten Mann in die Top-Sechs brachten. Schneiders 900 und Lerches 908 Holz wurden vom Gästespieler mit 914 Holz überboten. Damit hatte MPSV 95 den Zusatzpunkt für die Einzelwertung bereits eingebüßt.
So ging es im Schlussblock nur noch um das Gesamtergebnis, wobei Matthias Wüstenhagen (900) Holz) und Olaf Stettnisch (903) ihre Gegenspieler unter Kontrolle hatten. So siegte der MPSV mit 5449:5407, verbuchte aber wegen der ausgeglichenen Einzelwertung nur ein 2:1.
Am folgenden Tag sollte gegen KSG Uelzen endlich der erste Drei-Punkte-Sieg her. Doch begann es wenig verheißungsvoll. Krüger verlor mit 885 Holz elf Holz auf seinen Gegner. Wüstenhagen behielt mit 881 Holz zwar zwei Holz Vorsprung auf seinen Kontrahenten, blieb aber auch unter seinen Möglichkeiten.
Wieder lag MPSV 95 nach dem Startblock zurück. Neun Holz hatten Bohn und Stettnisch erst einmal aufzuholen. Zudem waren Ergebnisse von mindestens 897 Holz gefordert, um einen erneuten vorzeitigen Punktverlust zu verhindern. Mit 923 Holz kam Bohn seinem Topergebnis vom Vortag sehr nahe. Stettnisch, der gut begann, hatte zwischenzeitlich Probleme, erreichte aber mit 899 ebenfalls das Ziel. Die Gastgeber
führten nun in der Gesamtwertung mit zwölf Holz, brauchten aber für den erhofften 3:0-Sieg noch zwei Ergebnisse über 896 Holz.
Lerche ließ keine Zweifel daran, dass er das Ziel erreichen würde. Er begann stark und brachte es auf 907 Holz. Schneider wirkte anfänglich schwerfällig. Wenn auch beide Uelzener ebenso träge spielten, so kam diese Konstellation doch eher den Gästen entgegen. Ab der dritten Bahn wurde Schneider munterer. Er kämpfte verbissen, aber kontrolliert und kam mit jedem Wurf näher an die angestrebte Marke heran.
Traumhafte Serien auf der letzten Bahn lösten schon lauten Jubel aus. Doch dann eine Sechs, die alles zunichte zu machen schien. Zwei Wurf blieben, dabei mussten zwei Achten her. Atemlose Spannung bei den Gastgebern, die Uelzener mochten gar nicht hinsehen. Schneider blieb cool, spielte die beide Achten, die Mitspieler und Zuschauer in Freudentänze versetzten. Der Dreier war geschafft, der MPSV gewann 5392:5332, 4:2 und 3:0.

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