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Dahme Kurier 11.02.2009 |
KEGELN / MPSV 95 II nur auf dem letzten Platz
Uwe Johannsen
Luckenwalde
Den Keglern vom MPSV 95 Königs Wusterhausen dürfte es in dieser Saison nicht erspart bleiben, den Wermutsbecher bis zur bitteren Neige zu leeren. Nachdem die Chancen für die erste Mannschaft, in der 2. Bundesliga den Klassenerhalt, zu schaffen, von Spieltag zu Spieltag gesunken sind, hat sich auch die vage Hoffnung, dass das Landesliga-Aufgebot vom MPSV 95 II in die Bresche springen könnte, so gut wie erledigt.
Beim vorletzten Turnier der Meisterrunde, das am Sonnabend in Luckenwalde ausgetragen wurde, kam das zweite Königs-Wusterhausener Team über den vierten Platz nicht hinaus und liegt nun am Tabellenende. Die Chancen auf die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga sind nur noch theoretischer Art. Viel mehr müssen sich die Bohlekegler vom MPSV 95 II mit dem Gedanken vertraut machen, die nächste Saison in der Landesklasse zu bestreiten. Als Teilnehmer an der Meisterrunde kämen sie als Abstiegskandidat eigentlich gar nicht in Betracht, doch wenn die Erste aus der 2. Bundesliga in die Landesliga absteigen muss, wird die Zweite aus der Landesliga in die Landesklasse zwangsversetzt.
Beim Turnier in Luckenwalde bestätigte sich wieder einmal, dass, wer in der höchsten Spielklasse des Landes oben mitmischen will, sechs gleichstarke Spieler auf die Bahn bringen muss. Davon aber war MPSV II weit entfernt. Die Ergebnisskala lag zwischen 893 und 849 Holz. So gab es nur einen Punkt. Der Rückstand zu den Plätzen zwei und drei, die bei mehr Ausgeglichenheit durchaus erreichbar gewesen wären, betrug 32 bzw. 24 Holz.
Gleich im ersten Durchgang spielte Heise mit 893 Holz den Königs-Wusterhausener Mannschafts-Bestwert. SVL Seedorf II begann mit Freitag, der sonst als Schlussstarter aufgeboten wird. Dessen 899 Holz sollten von den Mannschaftskameraden nicht mehr überboten werden. Der Luckenwalder Lenk brachte 890 Holz in die Wertung, das Eberswalder Team lag mit 865 Holz etwas zurück.
Willms, der zweite MPSV Starter, begann auf der ersten Bahn mit einem Ergebnis von minus 3 Holz, steigerte sich aber noch auf 880 Holz. Damit hielt er zwischenzeitlich den zweiten Platz hinter den Seedorfern. Der Vorsprung vor Luckenwalder KV betrug allerdings nur ein Holz, und SpG. Eberswalde holte auf, da Zydek mit 897 Holz das beste Mannschaftsergebnis schaffte.
Nach dem dritten Durchgang fiel MPSV 95 II auf den dritten Platz zurück: Die 872 Holz von Kühn reichten nicht, um sich gegen die Konkurrenz aus Seedorf (881) und Luckenwalde (884) zu behaupten. Im vierten Durchgang kam es ganz dicke. Siegmund, dem sogar ein Fehlwurf unterlief, brachte es nur auf 849 Holz. Damit rutschte sein Team ans Ende der Tageswertung. Die Luckenwalder eroberten den ersten Platz, da Gütler auf 903 Holz kam.
Um wenigstens zwei Punkte zu erreichen, hätte MPSV 95 II nun 34 Holz auf SpG. Eberswalde aufholen müssen. Das sollte im fünften Durchgang zum Teil gelingen. Johannsen spielte 887 Holz und machte gegenüber den Eberswaldern 13 Holz gut. Die Luckenwalder bauten ihren Vorsprung vor den Seedorfern um weitere 20 Holz aus.
Für den Königs-Wusterhausener Schlussstarter Marco Stettnisch blieb allerdings nur die Aufgabe, sich gut aus der Affäre zu ziehen. Gegen den Eberswalder Kämpfe, der in der Gesamt-Einzelwertung aller Spiele führte, war es unmöglich, 21 Holz herauszuholen. Dabei kam Stettnisch mit 890 Holz auf das zweitbeste Teamergebnis. Kämpfe brachte es auf 893 Holz, so dass es für die Eberswalder zwei Punkte gab. Mit 890 Holz sicherte der Luckenwalder Heise seiner Mannschaft den Tagessieg vor SVL Seedorf II.